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12. April 2007
Produktinnovation als Komplexitätstreiber
Praxisbeispiel
Autoren: Dr. Rudolf Schobert, Kai Nolting, Wolfgang Weber
Unterschätzte Innovations-Dynamik
Immer mehr Produkte erwirtschaften immer weniger Umsatz. Die Komplexität dieser Produktvielfalt wird häufig nur unzureichend betrachtet. Das betrachtete Unternehmen hatte im Jahr 2001 damit begonnen, den rückläufigen Umsätzen mit massiven Neuprodukt-Einführungen zu begegnen.- In den Jahren 2001 - 2006 wurden 11.818 Neu-Produkte und Varianten verkauft.
- Die Analyse der Verweildauer der neuen Artikel am Markt zeigt, dass nahezu die Hälfte der in einem Jahr neu verkauften Artikel im Folgejahr bereits nicht mehr von den Kunden bezogen wurden.
- Von den 11.818 neuen Artikeln wurden in 2006 nur noch 6.054 Artikel gekauft.
- Trotz der deutlichen Sortiments-Ausweitung mussten weitere massive Umsatzrückgänge verkraftet werden. Der Umsatz verringerte sich in 5 Jahren um 19 Mio. Euro von 73 auf 54 Mio. Euro im Jahr 2006.
- Während die 73 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2001 noch mit 7.111 Artikeln erwirtschaftet wurden, waren im Jahr 2006 schon 9.047 Artikel für 54 Mio. Euro Umsatz notwendig. Trotz Ausdehnung des Sortiments um 23 % verringerte sich der Umsatz um -26 %.
Die inflationäre Entwicklung der angebotenen Produkte und Produkt-Varianten fand ihr Pendant in einem rapiden Anstieg der Prozesse in Beschaffung, Produktion, Entwicklung, Logistik und Vertrieb und damit in deutlich gesteigerten Kosten.
Download Arbeitspapier "Praxisbeipiele Komplexität"
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Produktinnovation als Komplexitätstreiber